Vitamin A – Das Vitamin für Sehkraft, Immunsystem und Hautgesundheit

Was ist Vitamin A?

Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und spielt im Körper eine wichtige Rolle für das Sehvermögen, die Funktion des Immunsystems sowie für Haut- und Schleimhautgesundheit. Es kommt sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln vor. Das in tierischen Lebensmitteln vorhandene Vitamin A nennt sich Retinol. Das Retinol kann im Körper in andere Wirkformen umgewandelt und als Retinylester gespeichert werden. Retinol und Retinylester werden auch als vorgebildetes Vitamin A bezeichnet, da der Körper dieses sofort verwenden kann. Retinol kommt zum Beispiel in hohen Mengen in Leber und leberhaltigen Lebensmitteln, außerdem in Eiern und Milchprodukten vor. Die pflanzlichen Vorstufen von Retinol, die im Körper zu Vitamin A umgewandelt werden können, werden als Provitamin-A-Carotinoide oder als Carotinoide mit Provitamin-A-Wirkung bezeichnet. Diese sind unter anderem in Möhren, roter Paprika, Grünkohl, Spinat und Aprikosen enthalten. Provitamin-A-Carotinoide können vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden, wenn der Speicher erschöpft ist, oder bei ausreichend Vitamin-A-Speicher als Antioxidantien verwertet werden. Das wichtigste Carotinoid mit Provitamin-A-Wirkung ist das ß-Carotin, da es im Körper die beste Umwandlungsrate besitzt. Nicht alle Menschen sind gleich gut in der Lage, Provitamin-A-Carotinoide in Vitamin A umzuwandeln. Verschiedene Carotinoide besitzen außerdem eine unterschiedliche Bioverfügbarkeit und verschiedene Umwandlungsraten in Retinol. Um die Bedarfsdeckung von Vitamin A einheitlich bewerten zu können, wird die empfohlene Zufuhr daher in Retinolaktivitätsäquivalenten (RAE) angegeben. 1 µg RAE entspricht 1 µg Retinol oder 12 µg ß-Carotin bzw. 24 µg andere Provitamin-A-Carotinoide. Mit dieser Regelung werden also nicht nur das sofort verfügbare Retinol, sondern auch die pflanzlichen Vorstufen mit ihren jeweiligen Umwandlungsraten und Bioverfügbarkeiten berücksichtigt.

Warum braucht der Körper Vitamin A?

Die Funktionen von Vitamin A im Körper sind vielseitig. Zum Beispiel ist es ein wichtiger Bestandteil des Sehpurpurs im Auge und damit essentiell für die Sehkraft. Der Sehpurpur wird mit jedem Lichtstrahl, der auf das Auge trifft, verbraucht und benötigt Vitamin A um sich zu regenerieren. Eine weitere wichtige Rolle spielt Vitamin A bei der Herstellung von Proteinen im Körper sowie beim Fettstoffwechsel in der Leber. Da Stresssituationen zu einem erhöhten Proteinbedarf führen, steigt analog ebenso der Vitamin-A-Bedarf. Auch für die Fruchtbarkeit spielt Vitamin A eine wichtige Rolle, da dieses für die körpereigene Synthese der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen gebraucht wird. Es ist außerdem wichtig für die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Funktionen im Gewebe von Haut und Schleimhäuten sowie für den Aufbau von Haaren, Zähnen und Knochen. Als Richtwert gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Männer ab 19 Jahren einen Tagesbedarf von 850 µg RAE, für Frauen ab 19 Jahren 700 µg RAE und für Schwangere 800 µg RAE an. Da Vitamin A ein fettlösliches Vitamin ist, sollte insbesondere bei der Aufnahme von Provitamin-A-Carotinoiden auf eine gleichzeitige Zufuhr von etwas Fett geachtet werden. Pro Mahlzeit werden 2,4 bis 5g Fett empfohlen, was etwa einem Teelöffel Öl entspricht. Tierische Nahrungsmittel, die Vitamin A aufweisen, enthalten meist von Natur aus genug Fett, sodass das Vitamin A bestmöglich aufgenommen werden kann.

Wie äußert sich ein Vitamin-A-Mangel?

Ein Vitamin-A-Mangel (Hypovitaminose A) liegt dann vor, wenn die Vitamin-A-Speicher im Körper erschöpft sind. Im Normalfall kann der Bedarf an Vitamin A durch Lebensmittel wie Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, rote Paprika, Spinat, (Leber-)Wurst, Eier oder Milchprodukte leicht gedeckt werden. Eine Störung des Vitamin-A-Haushalts liegt daher nur selten in einer unzureichenden Ernährung begründet. Die häufigste Ursache für einen Mangel sind Krankheiten des Verdauungstraktes (zum Beispiel Morbus Chrohn), bei denen die Aufnahme von Vitamin A im Darm nicht mehr richtig funktioniert. Auch erhöhter Stress, Entzündungen im Körper und Operationen können zu einem erhöhten Vitamin-A-Bedarf führen. Bestimmte Medikamente, wie zum Beispiel cholesterinsenkende Mittel, genau wie Rauchen, ein hoher Alkoholkonsum, viel Sonnenlicht und regelmäßiges Arbeiten am Computer können ebenfalls die Aufnahme von Vitamin A beeinträchtigen und somit zu einem Mangel führen. Ein erster Indikator für einen Vitamin-A-Mangel ist die sogenannte Nachtblindheit, bei der sich die Augen nur sehr schwer an das Sehen in der Dämmerung und bei Dunkelheit gewöhnen. Es kann außerdem zu einer Austrocknung der Tränendrüsen und der Augenbindehaut, bis hin zur Erblindung kommen. Auch eine erhöhte Infektanfälligkeit durch ein geschwächtes Immunsystem, Fortpflanzungsstörungen, Muskelschwäche sowie trockene und verhornte Haut und Schleimhäute können auf einen Vitamin-A-Mangel hindeuten.

Warum Vitamin A von KURKRAFT?

Das Vitamin A in unseren Tropfen liegt in Esterform (Retinylpalmitat) vor und ist in MCT-Öl aus Kokosöl gelöst. So können die fettlöslichen Vitamine bestmöglich vom Körper verwertet werden. Unsere Tropfen sind außerdem vegan und wie alle unsere Produkte in Deutschland nach pharmazeutischen Standards hergestellt. Während sich Kapseln und Tabletten erst im Magen auflösen müssen, beginnt die Aufnahme des Vitamins bei Tropfen schon im Mund über die Schleimhäute. Besonders bei Magen- und Darmproblemen sind flüssige Präparate daher empfehlenswert. Die Tagesdosis von drei Tropfen (1500 µg RAE) sollte einmal täglich zu einer Mahlzeit eingenommen werden. Die genaue Tageszeit spielt bei der Einnahme keine Rolle.

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Quellen:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.) (2020): Vitamin A (Retinol), β-Carotin. In: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 2. Auflage.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (2020): Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin A, [online] https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/faq-vitamin-a [03.12.2020].

Ross, C./Harrison, E.H. (2007): Vitamin A: Nutritional aspects of retinoids and carotinoids, in: Handbook of vitamins. 4. Auflage, CRC Press, Boca Raton.

Stahl, A./Heseker, H. (2010): Vitamin A: Physiologie, Funktionen, Vorkommen, Referenzwerte und Versorgung in Deutschland, in: Ernährungs Umschau, Nr. 9, S. 481-489.

Zimmermann, M./Schurgast, H./Burgerstein, U.P. (2018): Burgerstein Handbuch Nährstoffe – Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: alles über Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, 13. aktualisierte und erweiterte Auflage, Stuttgart.

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