OPC – Was ist das Besondere am Traubenkernextrakt?

Die Geschichte von OPC

Die Geschichte von OPC beginnt im zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts. Eine Zeit geprägt von Entdeckergeist, Wagemut und vielen Entbehrungen. Der Seefahrer Jacques Cartier brach im Winter 1534/35, mit seiner über hundertköpfigen Mannschaft, zu einer Expedition für den französischen König auf. Auf der Schiffsreise wurde die Mannschaft vom Wintereinbruch überrascht und blieb im vereisten Fluss stecken. Zu essen gab es lediglich Gepökeltes und Schiffszwieback, sodass die einseitige und vitaminarme Ernährung bald ihre Spuren hinterließ. Den Männern fielen die Zähne aus, ihre Beine schwollen an und verfärbten sich schwarz. Nachdem bereits einige Mitglieder der Besatzung verstorben waren, halfen die einheimischen Indianer den übrigen Männern und zeigten ihnen, wie sie einen Tee aus Pinienrinde herstellen konnten. Durch diesen Tee konnte die Krankheit der Seeleute bereits nach wenigen Tagen besiegt werden. Erst lange Zeit später wurde herausgefunden, dass die Besatzung unter Skorbut litt, eine Krankheit, die durch einen starken Vitamin-C-Mangel ausgelöst wird. Durch die lange Reise und die einseitige Ernährung waren die Vitamin-C-Speicher im Körper nach etwa sieben Wochen vollständig aufgebraucht. Der verabreichte Tee aus Pinienrinde enthielt zwar nur wenig Vitamin C, dafür aber eine große Menge OPC. Die schnelle Genesung der Seeleute kann so erklärt werden, dass OPC in der Lage ist, die Wirkung von Vitamin C zu verstärken.

Was ist eigentlich OPC?

Bei OPC (Oligomere Proanthocyanidine) handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die in großer Menge in Traubenkernen vorkommen. In geringerer Dosierung findet es sich aber auch in Pinienrinde, in der Innenhaut von Erdnüssen, in vielen roten Beeren, in Rotwein und in Schokolade. OPC gehört zu den Polyphenolen, genauer gesagt zu den Flavanolen. Die Flavanole untergliedern sich in Katechine (Monomere), OPC (Oligomere) und Tannine (Polymere). Monomere bedeutet, dass es sich lediglich um ein Katechin handelt, bei Polymeren dagegen handelt es sich um ein Molekül aus vielen Katechinen. Nur bei Molekülen mit zwei oder drei Katechinen handelt es sich um OPC. Entdeckt wurde OPC im Jahr 1947 durch einen Zufall. Während seiner Doktorarbeit forschte der französische Pharmakologe Jack Masquelier an der Innenhaut von Erdnüssen und versuchte herauszufinden, ob diese giftig ist. In seinen Forschungen fand er heraus, dass die Haut zwar keine giftigen Substanzen enthält, dafür aber einen farblosen Stoff mit zahlreichen positiven Eigenschaften, das OPC. Er entwickelte ein Verfahren, um das OPC zu isolieren und ließ sich dieses Verfahren patentieren.

OPC ist als Pflanzenstoff in vielen Pflanzen enthalten und hat die Eigenschaft, diese mithilfe seiner Antioxidantien vor der Oxidation zu schützen. Diese Eigenschaft ist auch für den menschlichen Körper von Vorteil, denn Antioxidantien spielen eine wichtige Rolle für das Immunsystem sowie für die Verzögerung des Alterungsprozesses. Täglich sind wir einer Vielzahl von freien Radikalen ausgesetzt. Diese sind im Luftsauerstoff enthalten, werden aber auch im Körper durch die Abwehr von immunbelastenden Faktoren gebildet. Diese Faktoren sind zum Beispiel Umweltgifte, Rauchen, Alkohol, ungesunde Ernährung oder auch emotionaler Stress. Zwar sind die Zellen im Grunde in der Lage, die freien Radikale abzuwehren, sind es jedoch zu viele, kann sich der Körper nicht mehr ausreichend regenerieren und es entsteht der sogenannte oxidative Stress. Die Folge können Krankheiten wie Arteriosklerose, Entzündungen, Schlaganfälle und Krebs sein.

OPC über die Nahrung aufzunehmen ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings ist es hauptsächlich in Kernen, Rinden und Schalen enthalten, die normalerweise wenig genießbar sind und daher häufig vor dem Verzehr entfernt werden. Hier können Nahrungsergänzungen aus Traubenkernextrakt eine gute Abhilfe schaffen. Bei der Auswahl eines Produktes ist es wichtig darauf zu achten, dass dieses auch wirklich OPC in einer sinnvollen Dosierung enthält. Um den Gehalt von OPC im Traubenkernextrakt zu bestimmen, gibt es verschiedene Methoden. Bei vielen Messmethoden wird fälschlicherweise nur der allgemeine Gehalt an Polyphenolen gemessen. Eine der genauesten Methoden ist die sogenannte HPCL-Analyse, bei der alle Inhaltsstoffe des Traubenkerns voneinander getrennt und ihre Konzentration einzeln bestimmt wird.

Warum OPC von KURKRAFT?

Unsere OPC-Kapseln enthalten 440 mg Traubenkernextrakt pro Kapsel aus französischen Weintrauben der höchsten Güteklasse. Die Trauben werden sorgfältig geerntet, entkernt und direkt vermahlen. Mithilfe der HPCL-Analyse konnte ein OPC-Gehalt im Traubenkernextrakt von 70% nachgewiesen werden. Während bei vielen anderen Anbietern das bedenkliche Magnesiumstearat beigemischt ist, sind unsere Kapseln frei von jeglichen Zusatzstoffen, außerdem vegan und wie alle unsere Produkte nach pharmazeutischen Standards in Deutschland hergestellt. Die empfohlene Tagesdosis von 1-2 Kapseln sollte zwischen den Mahlzeiten eingenommen werden. Da sich OPC an Eiweiß bindet, das dem Körper dann weniger zur Verfügung steht, sollte es nicht direkt vor oder nach einer eiweißreichen Mahlzeit zu sich genommen werden. Die KURKRAFT OPC-Kur reicht je nach persönlicher Dosierung für 4-8 Monate.

Aufgrund der Health Claims Verordnung, die 2007 in Kraft getreten ist, ist es Herstellern und Anbietern von Nahrungsergänzungen nicht erlaubt, Aussagen über die Wirkungen der Produkte zu treffen. Bitte haben Sie aus diesem Grund Verständnis dafür, dass es uns nicht gestattet ist, Ihnen weiterführende Informationen zu etwaigen Wirkungsweisen von OPC mitzuteilen. Wir empfehlen daher eine eigene Recherche im Internet oder in Fachliteratur.

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Quellen:

Bagchi, D./Bagchi, M./Stohs, S.J./Das, D.K./Ray, S.D./Kuszynski, C.A./Joshi, S.S./Pruess, H.G. (2000): Free radicals and grape seed proanthocyanidin extract: importance in human health and disease prevention, Toxicology, 148(2-3), S. 187-197.

Laye, E. (2017): Die 10 besten Nahrungsergänzungsmittel, 2. Auflage, Tübingen-Unterjesingen: Jadebaum-Verlag.

Shi, J./Yu, J./Pohorly, J./ Kakuda, Y. (2003): Polyphenolics in Grape Seeds – Biochemistry and Functionality, in: Journal of Medicinical Food, 6(4), S. 291-299.

Wenzel, P. (2016): Die Vitalstoff-Entscheidung – Gesund und fit durch natürliche Nahrungsergänzung, 8. Auflage, Berlin: MayaMedia GmbH Verlag.

Zimmermann, M./Schurgast, H./Burgerstein, U.P. (2018): Burgerstein Handbuch Nährstoffe, 13. aktualisierte und erweiterte Auflage, Stuttgart: TRIAS Verlag.

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