Mariendistel – Das purpurfarbene Heilkraut mit langer Tradition

Die Leber – Das Zentrale Organ des Stoffwechsels

Die Leber ist mit 1,4 bis 1,8 kg unser größtes und wichtigstes Stoffwechselorgan. Sie ist das Zentrum für den Abbau von Giftstoffen im menschlichen Körper. Hauptsächlich für die Entgiftung verantwortlich sind Oxidationsprozesse in den Leberzellen (Hepatozyten) mithilfe von verschiedenen Enzymen. Durch Faktoren wie zu viel essen, Nikotin, Alkohol und Arzneimittel wird die Leber belastet. Da sie jedoch eine hohe Fähigkeit besitzt, sich zu regenerieren, können vereinzelte höhere Mengen an Essen oder Alkohol gut ausgeglichen werden. Für die Regeneration benötigt die Leber immer eine gewisse Zeit, außerdem muss der Auslöser für den Schaden beseitigt werden. Solange mehr als 50 Prozent des funktionsfähigen Lebergewebes vorhanden ist, können geschädigte Leberzellen wieder neu gebildet werden. Wird der Leber jedoch regelmäßig Schaden durch übermäßigen Alkoholkonsum oder andere Faktoren zugeführt, kann dies dazu führen, dass die Leber sich nicht mehr ausreichend regenerieren kann und langfristigen Schaden nimmt. Eine dauerhafte Belastung führt zu oxidativem Stress. Im schlimmsten Fall können die Hepatozyten geschädigt werden oder sogar absterben.

Eine Schädigung der Leber wird häufig erst spät erkannt, da die Leber keine Nervenzellen besitzt und Lebererkrankungen häufig keine Schmerzen verursachen. Erkrankungen der Leber machen sich meist durch einen Druck im rechten Oberbauch bemerkbar, weitere Symptome können starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie eine gelbliche Färbung des Augapfels sein. Eine der häufigsten Erkrankungen der Leber ist die sogenannte Fettleber. Es wird unterschieden zwischen der alkoholischen Fettleber, bei der Alkoholgifte der ausschlaggebende Grund für die Leberverfettung sind, und der nichtalkoholischen Fettleber, bei der häufig Ernährungsfehler, wie zu viel Nahrung und zu wenig Bewegung, der Auslöser sind. Auch Diabetes und erhöhte Blutfettwerte können sich auf die Leber auswirken. Im Endstadium der Fettleber kann es zu einer Leberzirrhose kommen, bei der die Zellen aufgrund von Überforderung absterben und sich nicht mehr regenerieren können.

Was ist Mariendistel?

Die Mariendistel (Silybum marianum) ist eine bis zu 1,5 Meter hohe Pflanze mit aufrechtem, verzweigtem Stängel und grün-weiß marmorierten, stark gezähnten Blättern. Ihre Blüten sind purpurfarben und kugelförmig. Die Mariendistel gehört zu den Korbblütlern und bevorzugt einen sonnigen Standort. Der Legende nach verdankt die Mariendistel ihren Namen der heiligen Maria, der beim Stillen ihres Kindes wenige Tropfen Milch auf eine Distel getropft sein sollen. Ihr zu Ehren durchziehen seitdem die milchweißen Streifen die Blätter. Die Mariendistel stammt ursprünglich aus Südeuropa, wird aber heute auch in Deutschland angebaut. Schon früh wurde die Mariendistel gegen gesundheitliche Leiden wie Stechen im Herzen oder Seitenstechen eingesetzt. Der deutsche Arzt Johann Gottlieb Rademacher entdeckte im 19. Jahrhundert die positive Wirkung auf die Leber. Er setzte erfolgreich eine Tinktur aus Mariendistelsamen gegen chronische Leberschäden ein.

Die Blüten der Mariendistel können im Frühsommer geerntet werden, ihre Früchte im Spätsommer. Für die Arznei bedeutend sind die dunkelbraun glänzenden Früchte, denn sie können zu Pulver verarbeitet werden. Die positive Wirkung auf die Leber wird den sogenannten Flavonolignanen zugeschrieben, die in den Früchten enthalten sind. Das Gemisch aus verschiedenen Flavonolignanen wird als Silymarin bezeichnet. Neben Silymarin enthalten die Früchte bis zu 30 Prozent fettreiches Öl und außerdem viel Eiweiß. Untersuchungen zu Silymarin gibt es in Deutschland bereits seit den 1970er Jahren. In Studien konnte herausgefunden werden, dass Silymarin die Leber unterstützt, indem die äußere Hülle der Leberzellen stabilisiert wird. So können toxische Stoffe schlechter in die Zellen eindringen. Silymarin kann außerdem den bereits geschädigten Zellen helfen, sich zu regenerieren und neue Hepatozyten zu bilden. Mariendistel wird in Deutschland bereits erfolgreich in der Therapie gegen Hepatitis und Leberzirrhose eingesetzt, sie kann aber auch vorbeugend, wie zum Beispiel bei einer beginnenden Fettleber, eingesetzt werden. In vereinzelten Fällen kann Silymarin allergische Reaktionen auslösen, insbesondere bei Menschen, die generell allergisch auf Korbblütler reagieren.

Warum Mariendistel Komplex von KURKRAFT?

Unsere Mariendistel Komplex Kapseln bestehen aus Mariendistel Extrakt mit 80% Silymarin sowie Artischocken Extrakt, Löwenzahn Wurzelextrakt und Desmodium Extrakt. Die Kombination dieser Heilkräuter ist sinnvoll, da sich diese in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken. Unsere auserlesenen Rohstoffe beziehen wir von Kleinbauern, die sich der umweltschonenden Kultivierung verschrieben haben. Nach der sorgfältigen Ernte werden die Rohstoffe gereinigt und die Pflanzenstoffe schonend extrahiert. Unser Komplex aus Pflanzenextrakten besitzt die höchste Reinheitsstufe, zudem sind unsere Kapseln vegan und wie alle KURKRAFT Produkte frei von jeglichen Zusatzstoffen. Die Einnahme der Tagesdosis (1 Kapsel) sollte abends erfolgen, da die Leber vor allem in der Nacht aktiv ist und Unterstützung benötigt. Die KURKRAFT Mariendistel Kur reicht bei der von uns empfohlenen Dosierung für sechs Monate.

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Quellen:

Buchart, K./Wiegele, M. (2018): Die Naturapotheke – Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen, Wals bei Salzburg: Red Bull Media House GmbH.

Chevallier, A. (2016): Das große Lexikon der Heilpflanzen – 550 Pflanzen und ihre Anwendung, 3. Ausgabe, München: Dorling Kindersley Verlag GmbH.

Grünwald, J./Jänicke, C. (2015): Grüne Apotheke – Das Standardwerk zur Heilpflanzenkunde, 1. Auflage, München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH.

Iten F./Brignoli, R./Meier, R./ Reichlin, J./ Saller, R. (2003): Silymarin in der Behandlung von Lebererkrankungen, in: Phytotherapie, Nr. 3, S. 18-24.

Kalantari, H./Shahshahan, Z./Hejazi, S./Ghafghazi, T./Sebghatolahi, V. (2011): Effects of silybum marianum on patients with chronic hepatitis C, in: J Med Sci, Jg. 16, Nr. 5, S. 287-290.

Nüdling, S./Palissa, H./Konik, M./Sterner, B./Bluhm, R./Korte, S. (2009): Stellenwert von Silymarin in der Prävention von Leberschäden, in: Pharmazeutische Zeitung, Ausgabe 51/52/53/2009, [online] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-5152532009/stellenwert-von-silymarin-in-der-praevention-von-leberschaeden [14.12.2020].

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