Brennnessel – altbekannt und mit weitreichendem Einsatzgebiet

Botanischer Steckbrief und Geschichte der Brennnessel

Fast jeder von uns hat wahrscheinlich schon einmal Bekanntschaft mit einer Brennnessel gemacht. Doch so groß der Ärger beim „Verbrennen“ an ihr auch sein mag, die Brennnessel hat auch zahlreiche positive Eigenschaften und wurde bereits im Mittelalter als Heilpflanze geschätzt. Bei der Brennnessel handelt es sich um eine 50 bis 150 Zentimeter hohe Pflanze, die zu den Brennnesselgewächsen (Familie der Urticaceae) gehört. Ihr charakteristisches Aussehen erhält sie durch die länglichen, grünen, gezackten Blätter sowie ihre Brennhaare, mit denen die ganze Pflanze übersät ist. Zwischen Mai und Juli ist die Blütezeit, in der sich grünlich-weiße Blüten ausbilden, die in kleinen Rispen herunterhängen. Es wird unterschieden zwischen der großen Brennnessel (Urtica dioica) und der kleinen Brennnessel (Urtica urens), die beide für die Arznei bedeutend sind. Die Brennnessel liebt stickstoffreiche und feuchte Böden und siedelt sich daher bevorzugt in der Nähe von menschlichen Behausungen in Gärten, an Schuttplätzen oder an Zäunen an. 

Der Name „Urtica“ stammt von dem lateinischen Begriff „urere“, was übersetzt so viel wie „brennen“ heißt. Somit wird genau wie beim deutschen Namen der brennende Schmerz beschrieben, der bei der Berührung entsteht und der den Menschen schon seit Jahrhunderten zu schaffen macht. An den Brennhaaren befinden sich kleine Widerhaken, die bei Berührung leicht abbrechen und sich in die Haut bohren. Dabei werden unter anderem Histamin und Ameisensäure injiziert, was für den brennenden Schmerz verantwortlich ist.


Die Geschichte der Brennnessel geht weit zurück. Bereits im Mittelalter galt sie als beliebtes Hausmittel und wurde bei Harnverstopfungen sowie bei Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Außerdem lassen sich aus den Fasern der Brennnessel atmungsaktive und für die Haut gut verträgliche Stoffe herstellen. Vor Einfuhr der Baumwolle war die Brennnessel damit sehr bedeutend für die Textilproduktion.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Aufgrund ihrer zahlreichen positiven Inhaltsstoffe gilt die Brennnessel als heimisches Superfood. Sie enthält unter anderem große Mengen an Vitamin C, Eiweiß, Eisen, Magnesium und Kalium. In der Küche können ihre Blätter für verschiedene Gerichte wie zum Beispiel als Brennnessel-Spinat, als Suppe oder als Zugabe für Salat verwendet werden. Nach dem Trocknen oder Kochen stechen die Blätter nicht mehr. Bei rohem Verzehr sollten sie vorher gut mit einem Nudelholz abgerollt werden, um die kleinen Brennhaare zu zerstören.


Für die Arznei bedeutend sind insbesondere die Blätter der Brennnessel im frischen oder auch im getrockneten Zustand sowie die getrockneten Wurzeln. Die Blätter enthalten unter anderem Aminosäuren, Flavonoide, Kaffeesäurederivate und Mineralien. Die Wurzeln enthalten Phytosterole, Lectine, Lignane, Gerbstoffe sowie wasserlösliche Polysaccharide. 

Das Interesse der Wissenschaft gilt vor allem der harntreibenden und entzündungshemmenden Wirkung, die der Brennnessel nachgesagt werden. In einer Studie von Schneider und Rübben konnten positive Auswirkungen auf das gutartige Prostatasyndrom festgestellt werden [1]. Bei einer solchen Prostatavergrößerung ist der Urinfluss gestört, was zu häufigem Harndrang und zu Harnwegsinfekten führen kann. Studien in Bezug auf das entzündungshemmende Potenzial und die antioxidative Aktivität gibt es unter anderem von Carvalho et al. [2].


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Quellen:

[1] Schneider, T./Rübben, H. (2004): Stinging nettle root extract (Bazoton-uno) in long term treatment of benign prostatic syndrome (BPS), Der Urologe 43(3), S.302-306.

[2] Carvalho, A.R./Costa, G./Figueirinha, A./Liberal, J./Prior, J.A.V./Lopes, M.C./Cruz, M.T./Batista, M.T. (2017): Urtica spp.: Phenolic composition, safety, antioxidant and anti-inflammatory activities, in: Food Research International, 99(1), S. 485-494.

[3] Buchart, K./Wiegele, M. (2018): Die Naturapotheke – Das überlieferte und neue Wissen über unsere Heilpflanzen, Wals bei Salzburg: Red Bull Media House GmbH.

[4] Grünwald, J./Jänicke, C. (2015): Grüne Apotheke – Das Standardwerk zur Heilpflanzenkunde, 1. Auflage, München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH.

[5] Pahlow, M. (2018): Das große Buch der Heilpflanzen – gesund durch die Heilkräfte der Natur, 7. Auflage, München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH.

[6] Poth, S. (1999): Hausapotheke der Naturmedizin – Hilfe bei den häufigsten Beschwerden, 1. Auflage, Niedernhausen: FALKEN Verlag.


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